Wann Fotokomprimierung hilft — und wann nicht
Komprimierung sieht aus wie geschenkter Speicher — Foto verkleinern, Megabyte zurückbekommen, kein sichtbarer Verlust. Die Wirklichkeit ist feiner abgestuft. Manche Fotos schrumpfen sauber auf einen Bruchteil ihrer Größe, ohne dass man einen Unterschied sieht; andere verlieren im selben Moment wesentliche Details. Zu wissen, was wozu gehört, ist der Unterschied zwischen dem Aufräumen der Bibliothek und ihrem stillen Verfall.
Was Komprimierung tatsächlich macht
Komprimierung verkleinert eine Datei, indem sie dieselben Pixel mit weniger Information beschreibt. Fotos mit glatten Flächen — Himmel, Wände, unscharfe Hintergründe — schrumpfen dramatisch, weil das meiste im Bild gleichförmig ist. Fotos mit feinen Details — Blätter, Fell, strukturierte Stoffe, entfernte Menschenmengen — lassen sich weniger sauber komprimieren, weil jeder Pixel Information trägt, die sich nicht zusammenfassen lässt.
Ideale Kandidaten fürs Komprimieren
Screenshots sind der offensichtliche Gewinn. Sie sind meist große Dateien (Aufnahmen hochauflösender Displays) voller flacher Bereiche (Oberfläche, Volltonfarben, Text), die auf einen kleinen Bruchteil schrumpfen, ohne dass etwas sichtbar verloren geht. Einmal abfotografierte Dokumente zum Nachschlagen, Panoramen fürs Gedächtnis statt für den Druck und jedes Foto, das Sie behalten, aber selten heranzoomen, komprimieren ebenfalls gut.
Fotos, die in Originalgröße bleiben sollten
Alles, was Sie drucken, später stark beschneiden oder für Details heranzoomen wollen, gehört in Originalgröße. Porträts, bei denen das Glanzlicht im Auge zählt, Landschaften, die Sie auf großem Bildschirm ansehen, und Produktaufnahmen, die scharf bleiben müssen, sind die falschen Kandidaten. Komprimierung ist ein Kompromiss — und bei diesen Fotos fällt er zur falschen Seite aus.
Ein Ziel wählen, bevor Sie anfangen
Der beste Komprimierungsbildschirm lässt Sie das Ziel wählen, statt zu raten. Eine ausgewogene Einstellung für den Zweck „behalten, nicht vergrößern" reicht meist für Alltagsfotos; eine kleinere Einstellung passt zu Screenshots und Referenzaufnahmen; eine nahezu originalgetreue Einstellung ist für die wenigen Fotos richtig, die so bleiben müssen, wie sie sind. Ohne Ziel neigt man dazu, die Aufbewahrer zu stark und die Kandidaten zu schwach zu komprimieren.
Nur neu komprimieren, wenn es etwas bringt
Ein ohnehin kleines Foto sollte man meist in Ruhe lassen. Ein 400-KB-Foto auf 250 KB zu bringen spart kaum Platz und kann sichtbare Details kosten. Die Aufgabe des Komprimierungsbildschirms ist es, die Ersparnis vor der Entscheidung zu zeigen: Ist die voraussichtliche Datei deutlich kleiner und das Foto von der passenden Sorte, komprimieren Sie; wenn nicht, überspringen Sie es.
Lokale Verarbeitung, Original bleibt bis zur Bestätigung
Die Komprimierung läuft auf Ihrem Gerät mit lokaler Bildverarbeitung. Die neue Datei wird in Ihre Bibliothek geschrieben, und das Original wird erst nach Ihrer Bestätigung ersetzt. Bis dahin liegen beide Versionen in der Bibliothek — es besteht also kein Risiko, das Original versehentlich zu verlieren.