Der größte Speichergewinn steckt fast immer in wenigen riesigen Dateien
Wenn das Telefon meldet, dass der Speicher knapp wird, ist die natürliche Reaktion, wahllos Fotos zu löschen — erst alte Screenshots, dann Serienbilder, dann alles, was doppelt aussieht. Das ist ehrliche Arbeit, bewegt aber selten etwas, wo es zählt. Die Wahrheit über Speicherdruck ist einfacher und ein wenig unangenehm: Das meiste davon steckt in einer kleinen Zahl ungewöhnlich großer Dateien.
Die meisten Bibliotheken sind oben schwer
Sortieren Sie Ihre Bibliothek nach Dateigröße und sehen Sie sich die obersten 20 Einträge an. In einem typischen Telefon wiegen diese 20 mehr als die untersten 5.000 zusammen. Ein 4K-Video, ein Live-Photo-Paar, ein hochauflösender Dokumentenscan, ein heruntergeladenes Meme in der Bibliothek — Schwergewichte kommen nicht auf einmal, aber sie sammeln sich über Jahre still an.
Warum der lange Schwanz nicht hilft
Hundert 2-MB-Bilder zu löschen und 200 MB freizugeben fühlt sich produktiv an. Die Rechnung geht selten auf: Das nächste Foto in der Reihe hat ebenfalls rund 2 MB, und davon gibt es tausende. Der Zeitaufwand für hundert kleine Einträge ist vergleichbar mit dem für zwei große — die Wirkung auf den Speicher liegt aber eine Größenordnung auseinander.
Die Einträge, die still am meisten fressen
Manche Schwergewichte vergisst man leicht, weil man sie nicht täglich sieht: ein 4K-Video, einmal für einen einzigen Anlass gedreht, ein auf dem Telefon geschnittenes und exportiertes Video, ein Live-Photo-Paar aus Standbild und Bewegtbild. Sie sind groß, Sie haben sie vielleicht einmal angesehen, und in „Alle Fotos" weist nichts auf ihre Größe hin.
Oben anfangen, nach unten arbeiten
Der schnellste Weg zu spürbar freiem Speicher führt vom Kopf einer nach Größe sortierten Liste nach unten. Jede Entscheidung oben hat große Wirkung: Ein einziger Tipp kann hunderte Megabyte oder mehrere Gigabyte freigeben. Wenn Sie bei Einträgen unter 50 MB ankommen, sind Sie wieder beim Kleinkram-Aufräumen, mit dem die ganze Übung begann.
Erst die Größe, dann die Erinnerung
Eine nützliche Faustregel: Ist eine Datei groß und Sie erinnern sich nicht, warum sie wichtig ist, kann sie meist weg. Ist sie groß und Sie wissen genau, wann Sie sie wieder ansehen, bleibt sie. Der Entscheidungsrahmen ist binär und schnell — deshalb ist eine nach Größe sortierte Liste in einem Bruchteil der Zeit erledigt, die eine undifferenzierte braucht.
Lokale Durchsicht, System-Löschung
Die Größenliste entsteht aus den lokalen Metadaten Ihrer Bibliothek. Sie durchzusehen lädt nichts hoch. Jede Löschung läuft weiterhin über die System-Fotomediathek mit Ihrer ausdrücklichen Bestätigung, sodass die geschützten Löschabfragen, denen Sie ohnehin vertrauen, das Sagen behalten.